Deutsche Rhododendron-Gesellschaft e.V.

Deutsche
Rhododendron-Gesellschaft e.V. (DRG)

Gemeinnützige Gesellschaft für immergrüne Laub- und Nadelgehölze

Pflanzung von Rhododendron

Die richtige Standortwahl, optimale Bodenvorbereitung, eine sachgemäße Pflanzung und anschließend eine ausreichende Nährstoffversorgung sind Grundvoraussetzung für langjährige Freude an Ihren Pflanzen. Dabei sind Rhododendron gar nicht als schwierig zu bezeichnen. Die folgenden Tipps sollen Ihnen helfen, von Anfang an gesunde Pflanzen zu erhalten:

  • Vor der Pflanzung
  • Bodenvorbereitung
  • richtige Pflanzung
  • Bildergalerie


  • Optimale Bodenvorbereitung

    Mit etwas Vorbereitung kommen die meisten Gartenböden für Rhododendron in Frage. Das Zauberwort heißt Humus! Reichern Sie Ihren Boden - wenn nötig - mit sauren, organischen Materialien an. Rhododendron werden häufig fälschlicherweise als Moorbeetpflanzen bezeichnet, sie brauchen aber nicht zwingend Torf zum Gedeihen. Zur Bodenverbesserung sind genauso gut geeignet:

  • kompostierte Rinde/Holzfasern
  • verrottetes Laub, besonders Eichen-Laub
  • Nadelerde
  • Was tun bei welchem Boden?

    Leichte Sandböden sind locker, gut durchlüftet und stark wasserdurchlässig. Durch Zugabe von organischen Materialien erhöhen sich die Wasserspeicherfähigkeit und der Nährstoffgehalt.

    Humus- und Waldböden mit Kiefernbestand sind ideale Standorte. Hier reichen in der Regel eine Bodenlockerung und das Einarbeiten der bereits aufliegenden Humusschicht aus.

    Sandige Lehmböden mit einem pH-Wert unter 6 sind sehr nährstoffreich und somit für Rhododendron generell gut geeignet. Die Zugabe von organischem Material kann den Boden weiter verbessern.

    Was tun bei ungünstigen Bodenverhältnissen?

    Bei schweren Böden mit ungünstigen Eigenschaften wie

  • hoher Ton- und/oder Lehmgehalt,
  • Verdichtungen,
  • Staunässe,
  • hoher pH-Wert
  • muss durch Bodenaustausch und Drainage der passende Standort geschaffen werden.

    Für einzelne Pflanzen werden Pflanzlöcher auf 40-50 cm Tiefe ausgehoben. Achten Sie auf guten Wasserabzug, z.B. durch das Einbringen einer 10-15 cm starke Schicht aus grobem Kies als Drainage. Das Pflanzloch sollte vierfachen Ballendurchmesser besitzen und wird mit humushaltiger, saurer Pflanzerde verfüllt. Für größere Pflanzungen mit mehreren Rhododendron sollte der Boden des gesamten Pflanzbereichs ausgetauscht werden.

    Sinnvoller und zudem auch arbeits- und kostengünstiger ist auf schweren, staunassen Böden jedoch die Anlage eines Hochbeetes. Hierzu werden mind. 20-30 cm einer Mischung aus Humus und vorhandenem Boden im Verhältnis 4(-6):1 aufgebracht. Um das Abschwemmen der Pflanzerde zu verhindern, ist ein seitliches Abstützen z.B. mit kalkarmen Steinen oder Holz zweckmäßig. Für den besseren Wasserabzug ist auf den vorhandenen Boden z. B. zerkleinertes Strauchwerk oder Holzhäcksel, Sand oder grober Kies auszubringen.

    Was tun bei hohen pH-Werten?

    Der pH-Wert wirkt sich auf die Nährstoffverfügbarkeit aus. Bei sehr hohen oder sehr niedrigen Werten nehmen Pflanzen bestimmte Nährstoffe nicht mehr auf. Der Säuregrad des Bodens wird anhand von Bodenproben gemessen. Die Landwirtschaftsbehörden erteilen Auskunft, welche Untersuchungsanstalten Bodenuntersuchungen vornehmen. Im Fachhandel sind pH-Meter oder Indikatorstreifen erhältlich, mit denen man selbst den pH-Wert feststellen kann.

    Auf vielen kalkreichen Standorten Mittel- und Süddeutschlands liegen die pH-Werte deutlich über 5.0. Hier kann der Boden durch regelmäßiges Einarbeiten von saurem Humus (z. B. Nadelstreu) verbessert werden. Auch sauer wirkende Dünger bzw. Bodenhilfsstoffe (Ammoniumsulfat, Aluminiumsulfat, Schwefel) können zum Absinken des pH-Wertes beitragen. Vorsicht! Durch mögliche Überdosierung treten leicht Schäden an den Pflanzen auf.

    Auf Böden mit hohen pH-Werten zwischen 6.0 und 7.5 eignen sich auch INKARHO-Rhododendron. Gute Durchlüftung und Wasserabzug des Bodens sind aber auch hier notwendig.

     

    Zusammenfassung

  • das Pflanzloch ausreichend groß dimensionieren!
  • ggf. den Boden Beetweise austauschen oder ein Hochbeet anlegen.