Deutsche Rhododendron-Gesellschaft e.V.

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Gemeinnützige Gesellschaft für immergrüne Laub- und Nadelgehölze

Bud Blast caused by Red-banded Leafhopper (Translation in progress)

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Knospenfäule, Pycnostysanus azaleae Knospenfäule, Pycnostysanus azaleae
Odo Tschetsch

Knospensterben

Das Knospensterben wird durch die Rhododendron-Zikade Graphocephala fennahi verursacht. Bei der Eiablage verletzt sie die Knospenschuppen. In die Verletzung tritt ein Pilz Pycnostysanus azaleae ein, der die Knospen zum Absterben bringt. Die Rhododendron-Zikade ist erst vor wenigen Jahren aus Nordamerika eingeschleppt worden.
Die Entfernung der befallenen Knospen ist wichtig, um die Ausbreitung des Pilzes zu unterbinden. Sie sollten mit einem kleinen Stück des Stiels abgeschnitten und vernichtet werden (nicht auf den Kompost geben!). Die Knospen sollten möglichst so frühzeitig entfernt werden, dass der Pilz noch nicht die Möglichkeit hatte, Sporen auszubilden. Die Sporen sind als schwarzer, rasenartiger Belag an den Knospen zu erkennen.
Sind aus dem Vorjahr keine braunen Knospen mehr vorhanden, sollte ab Februar damit begonnen werden, Blütenknospen daraufhin zu untersuchen, ob sie sich langsam braun färben. Dies kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, so dass ein regelmäßiges (wöchentliches) Beobachten ratsam ist. Die sich verfärbenden Knospen werden sofort mit einem Stück des Stiels abgeschnitten. Dadurch werden auch die darauf befindlichen Eier der Zikade mit vernichtet. Das erste Larvenstadium der Zikade schlüpft etwa im April. Alle Knospen, die vorher entfernt wurden, können keine Zikaden mehr hervorbringen.
Zusätzlich ist es wichtig, auch die Zikade zu bekämpfen. Die besten Erfolge erzielt man mit dem Aufhängen von Gelbtafeln; das sind beleimte Plastikschilder die Sie im guten Fachhandel erhalten. Die Insekten werden von der gelben Farbe angelockt und bleiben auf der Leimschicht kleben. Die Tafeln sollten ab Ende Juni aufgehängt werden, wenn die etwa 7 mm großen leuchtendgrünen Zikaden beobachtet werden (Dazu an einem sonnigen Tag leicht an einem Rhododendron rütteln - die Zikaden springen dadurch aufgescheucht hin und her). Mit Beginn der kühleren Witterung im September können die Gelbtafeln entfernt werden.
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nicht ratsam, da die Zikaden sich sehr rasch bewegen und sich häufig für die Spritze unzugänglich auf Blattunterseiten aufhalten.
Grundsätzlich ist eine gute Pflege und Kräftigung der Pflanzen zu empfehlen, denn gestärkte Pflanzen werden nicht so leicht von Krankheiten und Schädlingen aufgesucht.
Untersuchungen haben ergeben, dass es Rhododendron-Sorten gibt, die weniger bis gar nicht von der Zikade befallen werden. Hierzu gehören Repens-, Williamsianum- und Yakushimanum-Hybriden.
Ausführliche Berichte zu diesem Thema finden Sie in unseren Jahrbüchern 1985, 1995 und 2002.