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eingerollte Blätter Gerd Garnholz |
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Krankheitserscheinungen an Rhododendronblättern |
| Einrollen der Blätter |
| Bekannt ist, dass sich bei den meisten Arten und Sorten die Blätter dieser immergrünen Pflanzen im Winter bei Frost als Verdunstungsschutz einrollen. Wenn dies beobachtet wird, sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich, da bei Tauwetter die Pflanzen wieder ihr ursprüngliches Aussehen annehmen. |
| Rollen sich die Blätter jedoch im Sommer ein, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Wurzelballen zu trocken ist. Hier ist durch fachgerechtes Wässern entgegenzuwirken. |
| Gelbfärbung der Blätter |
| Wenn alle Blattflächen gleichmäßig hellgrün und gelb werden, deutet dies auf eine Unterversorgung mit Stickstoff hin. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Blattfarbe nicht bei allen Sorten tiefdunkelgrün ist. |
| Eine erste Düngung im März und eine Folgedüngung Ende Mai sorgen hierbei für Abhilfe. Es sollte dabei ein stickstoffbetonter Volldünger verwendet werde, denn es ist davon auszugehen, dass auch andere Nährstoffe nicht ausreichend vorhanden sind. Die Düngermenge sollte auf keinen Fall zu großzügig bemessen werden, da eine Überdüngung bei Rhododendron zu erheblichen Schäden führen kann. Der Dünger sollte auf feuchten Boden aufgebracht werden. Einarbeiten des Düngers ist nicht notwendig und kann im Gegenteil zur Schädigung des bis an die Bodenoberfläche wachsenden Wurzelwerkes führen. |
| Gelbe Blätter mit grünen Adern |
| Dies ist ein typisches Zeichen für Eisen- oder Magnesiummangel. Der Mangel tritt überwiegend dann auf, wenn der Boden für Rhododendron nicht sauer genug ist. Die Säure des Bodens wird durch den pH-Wert festgestellt. Der optimale pH-Wert für Rhododendron liegt zwischen 4,5 und 5,5. Ein Absenken des pH-Wertes bei Eisen- oder Magnesiummangelsymptomen ist durch Torfgaben (nicht aufgedüngter und nicht aufgekalkter reiner Torf) oder Algenpräparate möglich. Eine zusätzliche Düngung mit Eisen- oder Magnesiumpräparaten kann erfolgen, ist aber nicht unbedingt erforderlich. |
| Braune Flecken, braune Blattränder |
| Diese weisen meist auf pilzliche Erkrankungen hin. Eine Pflanze wird hauptsächlich dann von Pilzen befallen, wenn sie unter nicht-optimalen Bedingungen wachsen soll. Deshalb ist zunächst die Ursache herauszufinden (zu hohe Luftfeuchtigkeit, Schwächung durch Rückschnitt, zu hoher Salzgehalt) und abzustellen, dann wird auch der Pilzbefall zurückgehen. Befallenen Blätter sollten frühzeitig entfernt und vernichtet werden (nicht auf den Kompost geben!). Der Einsatz von Mitteln gegen Pilze ist im Garten nicht unbedingt ratsam. |
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