Gemeinnützige Gesellschaft für immergrüne Laub- und Nadelgehölze
Wissenswertes über Rhododendron
Rhododendron 'Persil' Axel Oehler
Rhododendron - eine Einführung
Der wissenschaftliche Name Rhododendron, der auch im Deutschen der gebräuchliche ist, leitet sich aus den griechischen Wörtern für Rose (rhodos) und Baum (dendron) ab und beschreibt damit bereits das hervorstechende Merkmal dieser Pflanze: den Überreichtum an Blüten. Der Name wird schon in der Antike erwähnt, bezeichnete damals aber vermutlich den Oleander Nerium oleander. Rhododendron sind seit mehr als 300 Jahren in Europa bekannt und zählen zweifellos zu den schönsten Blütengehölzen. Die Gattung Rhododendron gehört zur Familie der Ericaceae (Heidekrautgewächse). Es ist die Gehölzgattung mit den meisten beschriebenen Arten weltweit. So gibt es insgesamt 1300 beschriebene, davon ca. 1000 klar trennbare Arten. Die in Deutschland einheimischen Arten sind Rhododendron ferrugineum, Rh. groenlandicum, Rh. hirsutum, Rh. lapponicum und Rh. tomentosum. In Europa kommen weitere sechs Arten vor. Das Hauptverbreitungsgebiet ist Asien mit 525 Arten vor allem in Yünnan, Szechuan und Japan; 25 nordamerikanische Arten in den Küstenbereichen und in den Rocky Mountains; 330 Arten in Malaysia, dies sind in hiesigen Klimaten nicht kultivierbare Arten des Subgenus Vireya; zwei Arten in Australien (Rh. lochiae und Rh. notiale). In Afrika, Süd- und Mittelamerika kommen keine Rhododendron vor.
Es gibt verschiedene wissenschaftliche Versuche, die Gattung Rhododendron zu systematisieren, z.B. von SLEUMER und SEITHE, von SPETHMANN und von CULLEN, CHAMBERLAIN und PHILIPSON. In der derzeit gängigen gärtnerischen Praxis ist eine Einteilung in die folgenden Rhododendron-Gruppen üblich: